FAQs zum Thema Solaranlagen

 

 

 

 

Wie funktioniert eine Solarstromanlage?


Im Grunde sehr einfach. Bei Fotovoltaik-Systemen wird aus dem Licht der Sonne Strom erzeugt, der direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Dabei fangen die auf dem Dach montierten Solarmodule die Lichtenergie ein und wandeln diese in elektrische Energie um. Der so erzeugte Solar-Gleichstrom gelangt über die Hauptleitung zum Wechselrichter und wird dort in Wechselstrom, die Stromart unseres öffentlichen Stromnetzes, umgewandelt. Über einen eigenen Einspeisezähler wird die produzierte Strommenge kontinuierlich gemessen und der elektrische Strom ins öffentliche Netz geleitet.

 


Was ist der Unterschied zwischen PV-Anlage und Kollektor?


Der Begriff Kollektor ist generell nicht falsch, wird aber meistens für die thermischen Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung verwendet, um schon eine sprachliche Trennung der beiden unterschiedlichen Techniken zur Ausnutzung der Sonnenenergie herzustellen.

 


Wie viel Ertrag wird meine Solarstromanlage im Jahr einbringen?


Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich stark von einigen Rahmenbedingungen ab. Ausrichtung der PV-Anlage, Neigung des Solarmoduls, Einstrahlungswerte am Standort und nicht zuletzt das Wetter. Als grobe Planungshilfe kann folgender Wert angenommen werden: 850 - 1.050 kWh pro Jahr je kWp installierte Leistung.

Hier wird mit einer professionellen Software sowie den Daten vom Deutschen Wetterdienst gearbeitet. 

 


Soll der fotovoltaisch erzeugte Strom erst selbst verbraucht werden?


Das kommt darauf an. Für manche Anlagenbetreiber kann es sich durchaus lohnen, den fotovoltaisch erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Der so genannte "Eigenverbrauch" wird seit 2009 gefördert und 2010 wurde diese Förderung weiter angehoben. Mehr Informationen dazu erhalten Sie demnächst auch auf unserer Website.

 


Was bedeutet Kilowatt peak (kWp) oder Watt peak (Wp)?


"peak" bedeutet übersetzt Spitze. In der Fotovoltaik wird diese Bezeichnung verwendet, um die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen (STC) zu bezeichnen. Diese Standard-Testbedingungen sind wie folgt festgelegt: 1000 W Einstrahlungsleistung auf einen m², Zelltemperatur 25°C und AM (Air mass) 1,5, das heißt: der Sonnenstrahl durchdringt auf seinem Weg das 1,5-fache der Atmosphärendicke der Erde. Unter realen Bedingungen sind diese Bedingungen selten. Deswegen weicht die tatsächliche Leistung der Solarmodule oft von den Nennwerten ab.

 


Ist mein Dach für eine PV-Anlage geeignet?


Ihr Dach ist dann geeignet, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Ausrichtung einer freien Fläche auf dem Dach Richtung Süden (ideal), Süd-Ost bis Süd-West (gut) oder Ost bis West (mit Verlusten)
  • möglichst keinen oder wenig Schattenwurf durch Schornsteine, Antennen, Nachbarhäuser, Bäume usw.

Optimale Ergebnisse einer Solarstromanlage ergeben sich selbstverständlich bei einer Südausrichtung des Dachs, am besten mit einer Neigung von 30 Grad zur Horizontalen. Abweichungen davon spielen jedoch eine relativ untergeordnete Rolle. So erzielen selbst reine West- oder Ostdächer bei einer Dachneigung von 25 Grad oder 40 Grad noch einen Ertrag von ca. 80% gegenüber der optimalen Ausrichtung.

 


Passt so eine Solarstromanlage auf mein Dach?


Die Leistung einer Solarstromanlage wird in Kilowatt (kWp) gemessen. Für 1 kWp benötigt man je nach Wirkungsgrad der Solarmodule etwa 8 Quadratmeter Dachfläche. Eine PV-Anlage mit einer Leistung von 1,6 kWp benötigt etwa 13 m². Diese Solarstromanlage kann je nach Sonneneinstrahlung, Standort und abhängig von weiteren Faktoren zwischen 1.360 und 1.680 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Dieser Ertrag würde den Jahresverbrauch an Strom eines sparsamen Ein-Personen Haushalts in etwa decken - der Ertrag in Euro entspricht jedoch etwa dem 4-fachen der Stromkosten dieses Kleinhaushaltes.

 


Verschmutzen die Solarmodule?


Bei einem Neigungswinkel der Solarstromanlage >20° aus der Horizontalen säubert der Regen die PV-Anlage selbstständig. Man spricht vom Selbstreinigungseffekt der Solarmodule. Wenn viele Bäume in der Nähe stehen und sich Blätter auf den PV-Anlagen sammeln, sollten diese möglichst schnell entfernt werden. Schon die Verschattung einzelner Zellen eines Solarmoduls kann zu Ertragsverlusten führen.

 


Kann Hagelschlag die PV-Anlage zerstören?


Generell sind die Solarmodule sehr gut gegen Hagelschlag geschützt. Das verwendete Spezialglas ist gehärtet und die PV-Anlage wird zu Testzwecken mit Eiskugeln beschossen. Diese Tests werden nach IEC-Norm mit Eiskugeln von 28mm Korngröße und bis zu 86 km/h (Datenblätter der Module) durchgeführt. Die Auftreffgeschwindigkeit beträgt im Maximum 140 km/h. Die Wahrscheinlichkeit, dass Solarstromanlagen durch Hagelschlag zerstört werden, ist relativ gering.

 


Lohnt es sich, die Solarmodule der Sonne nachzuführen?


Mit der Nachführung der Solarstromanlage gemäß dem Sonnenstand können Mehrerträge bis zu 30% erzielt werden. Allerdings sind die baulichen und statischen Aufwendungen für eine Nachführung oft so groß, dass der finanzielle Nutzen ausbleibt. Eine Nachführung für aufdachmontierte PV-Anlagen ist nicht zu empfehlen.

 


Brauche ich eine Baugenehmigung?


Für Solarstromanlagen, die parallel zur Dachfläche montiert werden, ist keine Baugenehmigung erforderlich.

Für aufgeständerte Anlagen ist unter Umständen eine Baugenehmigung notwendig. 

 

 

Was kostet die PV-Anlage?


Die Kosten der PV-Anlage richten sich nach den verwendeten Solarmodulen und nach der Art der Befestigung. Sonderlösungen oder größere Solarstromanlagen sollten Sie sich einzeln kalkulieren lassen.

 


Gibt es Finanzierungsmöglichkeiten für eine Solarstromanlage?


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet günstige Darlehen mit Zinssätzen ab ca. 2,5 % und tilgungsfreien Anlaufjahren an. Aktuelle Konditionen, samt Kreditrechner, finden Sie direkt bei der KfW.
Darüber hinaus arbeiten wir in diesem Bereich eng mit unserem Finanzierungspartner zusammen, der entsprechend den Wünschen des Anlagenerwerbers eine auf ihn optimale Solaranlagen Finanzierung erarbeitet. 

 


Muss die Solarstromanlage oft gewartet werden?


Solarstromanlagen benötigen generell keine oder nur sehr wenig Wartung. Es existieren keine rotierenden Teile, Lager oder sonstige wartungsintensive Bauteile. Es empfiehlt sich, durch regelmäßige Kontrolle des Einspeisezählers durch Buchführung oder Bilanzierung mit Computer/Datenlogger die Ertragswerte auf Plausibilität zu prüfen, um eventuelle Ausfälle der PV-Anlage schnellstmöglich zu erkennen.

 


Kann ein Blitzschlag die PV-Anlage zerstören?


Ja. Ein direkter Blitzeinschlag wird die PV-Anlage zerstören. Die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitztreffers wird allerdings auch durch eine Solarstromanlage nicht erhöht. Wahrscheinlicher ist, dass die Solarstromanlage durch einen Blitzschlag in der Nähe eine Überspannung induziert bekommt. Diese Überspannungen können die PV-Anlagen zerstören. Wir bieten eine sogenannte "Vollkaskoversicherung" (Allgefahrenversicherung), die bei allen scn-PV-Anlagen inklusive ist.

 


Wie lange hält die PV-Anlage?


scn-Solarmodule haben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf 80 bis 88% der Leistung. Wechselrichter haben eine 5-jährige Werksgarantie, diese Garantie kann optional auf bis zu zehn Jahre verlängert werden. Generell kann von einer Anlagenlebensdauer von 35 und mehr Jahren ausgegangen werden.

 


Wie hoch ist die Einspeisevergütung und wie lange wird sie gezahlt?


Die Energieversorger garantieren dem Solarstromanlagenbetreiber eine 20-jährige Einspeisevergütungszahlung (abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme) pro eingespeister KWh pro Einspeisejahr. Mehr Informationen zur Einspeisevergütung finden Sie in folgender Tabelle.

 

Einspeisevergütung

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Kann ich die Solarstromanlage auch steuerlich geltend machen?


Auch als privater Hausbesitzer können Sie die Investition in eine Solarstromanlage 20 Jahre steuerlich abschreiben, wenn Sie eine Umsatzsteuervoranmeldung tätigen. Die Kreditzinsen und sowie die laufenden Kosten sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Auch die Umsatzsteuer wird Ihnen zurückerstattet. Sie finanzieren somit nur den Nettobetrag der Investitionssumme!

 
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